Eine Frage aus dem Bekanntenkreis machte mich heute stutzig und auch ein wenig ärgerlich. Es ging darum, dass ich erwähnte mir durch Webprojekte, im speziellen durch Bloggen, etwas nebenher zu verdienen. Es scheint bei einigen also noch nicht angekommen sein, dass man sich im Internet durchaus den ein oder anderen Euro dazu verdienen kann. Das allein wäre eigentlich nur ein Arschrunzeln wert, aber abgekanzelt zu werden, nur weil man erkannt hat, dass man im Jahr 2000 nach Christus angekommen ist, ging dann doch zu weit und nötigte mir diesen Artikel ab.
Wieso verdienst du dein Geld nicht ordentlich wie jeder andere auch?
Nun, in erster Linie deshalb, weil ich für den ersten Arbeitsmarkt nicht mehr interessant bin und zweitens müsste auch langsam dem letzten Dorftrottel bekannt sein, dass das Sprichwort “wer Arbeit sucht, der findet auch Arbeit” aus dem Kartoffelkrieg stammt und spätestens seit der Jahrtausendwende höchstens noch als Aufreißer für eine Hetzkampagne des dummen Käseblatts taugt. Ich versuche mich mit dieser Situation abzufinden und bin, im Gegensatz zu millionen von anderen in meiner Lage aber bereit, mich auf meine Kosten und ohne öffentlichen Hilfen selbst weiterzubilden und lerne als Autodidakt vermutlich mehr, als wenn ich vom Arschamt eine Fortbildung bezahlt bekäme. Warum zur Hölle ist es also unordentlich, wenn man versucht sich mit den neuen, tollen Möglichkeiten des Internets ein Nebeneinkommen zu sichern?
Soweit dieser Teil …
Warum diese bescheuerte Überschrift?
Weil ich seit Jahren endlich mal wieder Spaß an etwas habe, das obendrein auch noch Geld einbringen kann. Ich bin also Blogger aus Berufung und auf gar keinen Fall ein Berufsblogger. Ich bin mir nicht mal sicher, ob man das als deutschsprachiger Blogger überhaupt schaffen kann, wenn man von einer Handvoll bekannter Bloggerpersönlichkeiten mal absieht.
Wie gehts weiter?
Ich werde mir in Zukunft von keinen prähistorischen Höhlenmenschen mehr die Laune verhageln lassen und werde mich mit Selbstvermarktung auseinandersetzen müssen, da ich davon zZ. nämlich soviel Ahnung, wie die berühmte Kuh vom Eierlegen hat. Vielleicht hat da ja jemand ein paar Tipps im Hut, außer die, die ich schon im Blogprojekt und bei Bohncore gefunden und gelesen habe.
Mich würde übrigens mal interessieren, was bei eurem Blog der entscheidende Faktor war, der den Blog in Punkto Monetarisierung nach vorn brachte.
19. Juni 2011 um 11:07
Auf diese Stimmen gebe ich schon lange nichts mehr. Ich bin ja bereits seit über 7 Jahren selbständig und habe so einige Schienen, mit denen ich mein Einkommen verdiene. Ich denke keine davon wird von solchen Stimmen jemals als Arbeit anerkannt. Aber im Prinzip ist es egal, denn diese Leute müssen unser Leben nicht leben ;-)
19. Juni 2011 um 15:29
Sehe ich ebenso. Es wird auch auf Dauer anstrengend jedem zu erklären, dass sich die Zeiten weiter entwickelt haben.
19. Juni 2011 um 21:17
Die erfolgreichsten Firmen der heutigen Zeit haben in Garagen angefangen.
Da hat sicher auch keiner geglaubt, das die mal was verdienen mit dem was sie da tun, und?
StarDivision wurde an Sun Microsystem für ‘n paar lächerliche Millönchen verkauft, der ehemalige Besitzer ist bei Sun heute CEO.
Und was mit google abging weiß glaube ich auch jeder.
Warum sollte man also nicht mit Bloggen erfolgreich werden? Wer nicht daran glaubt, und sich die hier und da veröffentlichten Verdienst-Listen einiger Blogger anschaut, wird neidisch werden.
Gut, die Großverdiener sitzen in USA. Trotzdem.
19. Juni 2011 um 21:20
Ich blogge zwar nicht (noch nicht), aber ich finde es auch immer lustig, wie die Menschen ihr Gesicht verziehen, wenn man Ihnen sagt, dass man mit dem Internet Geld verdient.
Viele begreifen es im Kopf einfach nicht, dass man auch ohne Warenlager etwas im Internet verkaufen kann. Und wenn es nur seine eigene Arbeitsleistung ist.
Halt die Ohren steif!
Grüße
Peter
19. Juni 2011 um 22:55
Ich denk mir dann immer, solang die dann noch Blö* online über Google finden, dann ist die heile Welt für sie noch in Ordnung. Kann ja nicht angehen, dass man Geld verdient, ohne den ganzen Tag wie blöd zu buckeln. ^^
19. Juni 2011 um 22:53
Stimmt schon, aber gerade der Anfang ist schwer, da man (ich zumindest) noch nicht so genau weiß wo es lang gehen soll. Wenn es erstmal soweit wäre, dass es von selbst läuft, dann wäre ich einen Schritt weiter.
21. Juni 2011 um 21:15
Ich kenne das: “Was du verdienst im Internet ein paar extra Kröten? Abzocker!”
Ich habe das leider schon sehr oft mit bekommen. Die meisten sehen das Internet einfach als Abzocke, (ok, es gibt ja auch genug Abzocker) aber Sie verstehen nicht, dass man auch mit ehrlicher Arbeit im Internet Geld verdienen kann.
Und unerfahrene Internetnutzer sagen doch meistens auch noch zu Bloggern / Twitterer: “Hast du kein Privatleben? Die Menschen interessiert doch nicht was du machst.” Die meisten denken wohl, dass wir Posten wenn wir auf Toilette gehen oder so.
Es sind ebbend immer diese Vorurteile. Aber irgendwann merken auch die, dass das Internet ein Medium ist, was unerreichbar ist.
22. Juni 2011 um 00:57
So siehts aus.^^
Ich versuch ja gerade ein bisschen Fuß zu fassen. Kann von mir aus auch etwas dauern, aber es ist halt ne Chance und es muss ja nicht 4-stellig werden.
Die Leute, die das nicht verstehen, sind dann auch meistens hoffnungslose Fälle.
23. Juni 2011 um 12:29
Was genau heißt das:
Erklärung bitte, wenn möglich. Andernfalls per E-Mail, wenn nötig. ;)
23. Juni 2011 um 15:03
Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen soviel, dass ich aktuell ohne Job und aus meinem erlernten Beruf zulange raus bin. Dazu kommt, dass die AfA für mich keine Umschulung bezahlt und ich auch keinerlei Unterstützung vom Staat bekomme, da meine Frau zuviel verdient.
23. Juni 2011 um 15:59
Also Arbeitsamt oder wie Ich es seid meiner Anmeldung meines Kleingewerbe immer nenne: Freiberuflicher Lebenskünstler. :P
23. Juni 2011 um 16:40
So kann man es nennen.^^
Ich versuche aber das Beste daraus zu machen und schau mal, was im Netz in der Richtung geht.
23. Juni 2011 um 17:03
Im Internet geht vieles, ausprobieren und etwas Durchhaltevermögen das sind die Grundvoraussetzungen. ;)
23. Juni 2011 um 17:10
Durchhaltevermögen ist wohl in der Tat das Zauberwort. Ich habe deswegen knapp 2 Jahre verschenkt. :-/
23. Juni 2011 um 17:24
Wohl eher “2 Jahre” an “Erkenntnissen und Erfahrungen” gewonnen. ;)
Im übrigen macht solch eine Sichtweise auch gewaltig etwas aus, grade beim Bloggen und aktiven Schreiben pro Tag/Woche!
23. Juni 2011 um 17:33
Nein, ich habe die Jahre wirklich verschenkt. Als ich damals keine Motivation mehr hatte, habe ich wieder angefangen WoW zu zocken. Hatte ja vorher schon seit Release im Jahr 2005 gespielt und war froh, dass ich endlich davon los war. Tja, falsch gedacht.^^
Online Rollenspiele sind Zeitfresser und bevor man sich versieht sind die Jahre weg. :-/
23. Juni 2011 um 18:57
World Of WarCraft, das war auch so eine “Niemals-endene-Geschichte” bei mir, bis vor ein paar Monaten noch.
Bisher läuft es soweit ganz gut bei mir, das ich nur noch an meiner Xbox360 spiele und das auch nur noch als Hobby und Ausgleich betrachte zum Bloggen. Wobei ich eigentlich nur immer zu die selben Spiele auf der Xbox360 spielen, nämlich alles aktuelle aus dem Halo Universum!
23. Juni 2011 um 19:15
Ich zock nebenher auch noch das ein oder andere Spiel, nur keine MMORPGs mehr. Aktuell spiel ich nebenbei F.E.A.R. 2 und Clive Barkers Jericho. Horror! ^^
25. Juni 2011 um 00:59
Das mit den Ratschlägen von Mitmenschen ist immer schwierig einzuschätzen. Es kommt, nach meine Ansicht, darauf an, welche Erfahrungen der Ratsschlaggeber mit deiner Arbeit hat ;)
25. Juni 2011 um 01:26
Klar, das spielt sicher eine Rolle. Aber meist passt dann das Sprichwort: